5. Mai 2012, 20 Uhr - Konzerthaus Berlin


Portrait Chengbi An

in Kooperation mit dem Berliner Künstlerprogramm des DAAD und dem Konzerthaus Berlin

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Die komplexe Übertragung von Spieltechniken von einem Medium auf ein anderes: das ist es, was die Arbeit dieser drei Komponisten miteinander verbindet. Bei Gérard Grisey (1946-98) sind es Techniken aus der elektronischen Musik, die auf ein rein instrumentales Ensemble von sieben Instrumenten projiziert werden. Der brasilianische Komponist Arthur Kampela (*1960), Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD im Jahr 2012 und Gitarrenvirtuose von Weltrang, konfrontiert in seinem Not I das Horn mit Vokaltechniken und in Danças Percussivas den Saitenapparat und Corpus der Gitarre mit Schlagzeugspielarten und tritt dabei selber als Interpret seiner Kompositionen auf.
Im Zentrum des Programms stehen die Arbeiten des koreanisch-chinesischen Komponisten, Chengbi An (*1967). Ausgefeilte Systeme der Adaption von traditionellen Spieltechniken koreanischer und chinesischer Instrumente auf ein westliches Instrumentarium, lassen ihn in jedem seiner drei hier vorgestellten Stücke höchst unterschiedliche Klangstrukturen und Organisationsformen erschliessen.